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Flurfunk - mit einem Social Intranet Gerüchte vermeiden

8 Minuten Lesezeit

„Ich habe gehört es sollten Mitarbeiter entlassen werden!“, die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Doch ist was Wahres dran?

Informelle und unkontrollierte Informationsverbreitung kann für Unternehmen gefährlich sein. Es zerstört nicht nur die Vertrauensbasis sondern führt oft zu Handlungen, die auf Unwahrheiten basieren oder sogar zu ernstem Mobbing unter Kollegen. Aber was genau ist der Flurfunk?

Laut Duden ist es: Die inoffizielle Weitergabe von Informationen besonders innerhalb von Unternehmen und Behörden.

Es gibt aus psychologischer Sicht zwei Arten des Flurfunks:

Erstere ist nur kritisch, wenn ständig auf eine Person abgezielt wird und dadurch Mobbing entsteht. In seiner harmlosen Form kann es sogar fördernd für das Unternehmen und die Produktivität der Mitarbeiter sein. Dazu muss aber ein Verhaltenskodex klargestellt werden: geredet wird miteinander, nicht übereinander.

Die zweite Form soll hauptsächlich vom Unternehmen aus gesteuert werden und entsteht großteils aufgrund fehlender Information aus vertrauter Quelle. Erfahren Sie in diesem Artikel welche positiven und negativen Auswirkungen der Flurfunk auf ein Unternehmen haben kann, wie Sie die Vorteile für sich nutzen können und mit welchen Strategien und Tools Sie die Nachteile vermeiden.

Lass die Leute reden

Der Flurfunk oder informelle Dialoge und Tratsch unter Kollegen sind an sich nichts Schlechtes.

„Menschen können nicht anders, sie tauschen sich aus – und das machen sie gerne in einem informellen Umfeld.“ - Tim Hagemann, Professor für Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologie

Flurfunk1

Der informelle Informationsaustausch fördert soziale Funktionen und kann sogar zu höherer Produktivität führen, da der Plausch zwischendurch hilft Dampf abzulassen und Stress abzubauen. Außerdem stärkt es den Zusammenhalt der Gruppe und transportiert unterschwellig deren Werte.

Über was und vor allem wie viel geplauscht wird ist ein guter Indikator für die aktuelle Stimmung, das vorherrschende Betriebsklima und den Gesundheitszustand der Unternehmenskultur. Wenn viele brisante Gerüchte verbreitet werden oder über einzelne Personen gelästert wird zerbröckelt der Zusammenhalt im Unternehmen. Lobende Worte der Kollegen und gut informierte Diskussionen dagegen stärken das Rückgrat der Organisation.

Den Flurfunk für sich nutzen

Zwei niederländische Offiziere wussten, wie sie Mundpropaganda für sich nutzen konnten und gingen als "Dutch Admiral's Paradigm" in die Wissenschaft ein. Doch nicht nur für die Selbstvermarktung, auch für die gezielte Informationsverbreitung kann der Flurfunk genutzt werden. Das Bedeutet nicht, dass Führungskräfte Undercover gehen sollten, um die Geheimnisse der Mitarbeiter zu erfahren, sondern dass sie durch die Verbreitung relevanter, aktueller und interessanter Daten Gespräche ankurbeln.

Dazu ist es hilfreich zu wissen, welche Kollegen interne Influencer sind (Meister, Betriebsleiter oder auch Ansprechpartner aus der Personalabteilung). Diese Personen genießen Vertrauen in der Belegschaft und gelten für andere als Vorbilder. Die Informationsweitergabe muss nicht umbedingt in Person geschehen, Sie können Influencer mobilisieren auf Mitarbeiter Apps oder anderen internen Kommunikationsmitteln aktiv zu sein, um die Interaktion dort zu fördern.

Führungskräfte müssen für die interne Kommunikation eine Vorbildrolle übernehmen. Nicht nur indem sie persönlich mit Mitarbeitern kommunizieren und zugänglich sind, sondern auch indem Sie wichtige Themen zu kritischen Zeitpunkten ansprechen, Informationen veröffentlichen und für Fragen zur Verfügung stehen. All dies ist mit einer firmeninternen Mitarbeiterapp leicht zu erzielen.

"Um positive Aspekte des Flurfunks nutzen zu können, ist es wichtig, für spontane und netzwerkartige Kommunikation im Unternehmen Plattformen zu schaffen."- Achim Mollbach, Managementtrainer und Berater bei Kienbaum 

Vorsicht: Gefahren des Flurfunks

Die negativen Seiten des Flurfunks sind nicht zu vernachlässigen. Hat sich eine falsche Information einmal verbreitet ist es fast unmöglich die Gerüchte rückgängig zu machen. Was im Umlauf ist lässt sich so gut wie gar nicht steuern oder kontrollieren. Hinzu kommt, dass die Informationen sich wie bei dem Spiel „Stille Post“ verselbstständigen. Was am Anfang eine kleine Annekdote war, kann am Ende eine ausgereifte Verschwörungstheorie sein, weil jeder bei der Weitergabe seine eigenen Interpretationen und Gedanken einbringt.

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Gründe für Flurfunk erkennen

Wie wir schon erwähnt haben, ist der Flurfunk etwas ganz natürliches und kommt vom menschlichen Drang zu sozialer Interaktion. Es gibt allerdings auch spezifische Gründe dafür, warum der Flurfunk in einem Unternehmen floriert und mit seinen negativen Eigenschaften die Unternehmenskultur und das Vertrauen gefährdet.

Gründe für Flurfunk können sein:

  • Fehlende Kommunikation - Mitarbeiter sind auf Information aus Gerüchten angewiesen
  • Stressabbau
  • Konkurrenz unter Mitarbeitern

Wenn man die Gründe für den Flurfunk erkannt hat, kann man beginnen, an einem Lösungsansatz zu arbeiten. Ganz klar ist, dass eine effiziente und transparente Kommunikation ausschlaggebend ist, um Vertrauen im Unternehmen aufzubauen und so die Wurzel des Übels zu zerstören.

So können Sie den Flurfunk vermeiden:

  • Für Transparenz sorgen. Alle wichtigen Themen und Entwicklungen so früh wie möglich kommunizieren. Wenn sich die Mitarbeiter von offizieller Seite aus ausreichend informiert und gerecht behandelt fühlen, entsteht im besten Fall kein Kommunikationsvakuum, das Raum für Gerüchte lässt.
  • Veranstaltungen im Team, gemeinsame Mittagsessen, Firmenfeiern und Ausflüge können helfen das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, so müssen die Mitarbeiter nicht durch brisante Informationen Allianzen formen. Es ist wichtig, auch einmal aus dem Rahmen der Arbeit auszusteigen - in einem informellen Umfeld öffnet man sich eher.
  • Unwahrheiten im Kern ersticken. Wenn ein Gerücht kursiert oder Mobbing stattfindet, ist es als Führungskraft wichtig sofort einzugreifen. Selbst unangenehme Themen sollten angesprochen und mit den betroffenen Mitarbeitern das persönliche Gespräch gesucht werden.

Wie ein Social Intranet helfen kann

Es ist natürlich nicht möglich oder ratsam für jede Informationsweitergabe ein Meeting einzuberufen. Dafür sind digitale Kommunikationskanäle wie firmeninterne soziale Intranets ideal. Die Information kann in den betroffenen Abteilungen und Gruppen geteilt werden und garantiert, dass jeder die für ihn relevante Information zum richtigen Zeitpunkt erhält. Mit den Push-Benachrichtigungen wird auch kein wichtiges Update versäumt. 

Der informelle Informationsfluss in Form des Flurfunks wird in Zeiten moderner Arbeitsmodelle, wie Home-Office und flexiblen Arbeitszeiten unterbrochen. Das „soziale“ in dem Social Intranet spricht auf das Bedürfnis der Menschen auf sozialen und emotionalen Austausch an. So können nicht nur wichtige Unternehmensnachrichten geteilt werden, sondern in den dafür vorgesehenen Gruppen auch private Informationen ihren Platz finden.

Ein ausgezeichnetes Beispiel liefert das Unternehmen Henkel mit über 53 000 Mitarbeitern weltweit:

 „Der informelle und persönliche Austausch hat dadurch aus meiner Sicht keineswegs an Bedeutung verloren“, sagt Kathrin Zachary, Senior Managerin Internal Communication bei Henkel. „Er findet nur nicht mehr ausschließlich in der Kantine oder der Kaffeeküche statt, sondern mehr über digitale Kanäle wie unser internes soziales Netzwerk oder über Chats.“ 

Das Vertrauen in einem Unternehmen wird ebenfalls duch eine einseitige Top-Down Kommunikation gefährdet. Dem Kollegen wird eher geglaubt als einer unpersönlichen Nachricht aus der Zentrale. Das Intranet ist ein wichtiges Tool, um die Kommunikation in beide Richtungen fließen zu lassen und auf Feedback der Mitarbeiter reagieren zu können.

Mit News-Updates können wichtige Informationen, die das ganze Unternehmen betreffen, auf einer sicheren Plattform geteilt werden, persönliche Gespräche finden in Chats statt. Auf einer internen Mitarbeiter-App kann sogar ein gesundes Konkurrenzdenken durch Unternehmensspiele, Tournaments und Auszeichnungen für unterschiedliche Leistungen gefördert werden. Durch die tägliche Nutzung der App wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und Sie können die Plattform ebenfalls nutzen, um die zuvor erwähnten Veranstaltungen zur Teamstärkung zu organisieren.

Wenn die Unternehmenskultur ausgeprägt offen ist und Vertrauen und Transparenz die Kernwerte davon sind, kann der Flurfunk komplett versickern.

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